Seit 01.02.2009 gelten wichtige Änderungen im Bußgeldkatalog, diese insbesondere für Raser, Drängler und diejenigen, die sich im Verkehr besonders rücksichtslos verhalten und andere damit vorsätzlich gefährden. Die Änderungen dienen nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums in erster Linie der Verkehrssicherheit und nicht der durchgehenden Anhebung der Geldbußen.
Im europäischen Ländervergleich haben Staaten wie Schweden, die Niederlande und Großbritannien beispielsweise wesentlich höhere Geldbußen für gefährliche Verstöße im Straßenverkehr. Dafür haben sie auch die besten Bilanzen in der Unfallstatistik.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
| Verkehrsverstoß | Bußgeld (€) bis 31.01.2009 | Bußgeld (€) ab 01.02.2009 |
| unangepasste Geschwindigkeit | 50 | 100 |
| zu geringer Abstand | 40 – 250 (gestaffelt nach Geschwindigkeit und Abstand) | 75 – 400 (gestaffelt nach Geschwindigkeit und Abstand) |
| Tempolimit missachtet (innerorts) *) | 50 – 425 (nach Höhe der Tempoüberschreitung) | 80 – 760 (nach Höhe der Tempoüberschreitung) |
| Tempolimit missachtet (außerorts) *) | 40 – 375 (nach Höhe der Tempoüberschreitung) | 70 – 600 (nach Höhe der Tempoüberschreitung) |
| Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen | 50 | 80 |
| Fehlverhalten an Bahnübergängen | 50 – 450 | 80 – 700 |
| gefährliches Überholmanöver | 40 – 125 | Verdoppelung des jeweiligen Bußgeldsatzes (80 – 250) |
| Vorfahrt missachtet | 50 | 100 |
| Drogen und Alkohol am Steuer |
250 (erster Verstoß) 500 (zweiter Verstoß) 750 (dritter Verstoß) |
500 (erster Verstoß) 1.000 (zweiter Verstoß) 1.500 (dritter Verstoß) |
| Null-Promille-Regel für Fahranfänger nicht eingehalten | 125 | 250 |
| rote Ampel missachtet | 50 – 200 | 90 – 360 |
| Lkw-Sonntagsfahrverbot nicht eingehalten |
40 (Fahrer) 200 (Halter) |
75 (Fahrer) 380 (Halter) |
*) ab 16 km/h bei Lkw und Bussen, ab 21 km/h bei Pkw